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Auf einen Blick

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Christian Jensen Kolleg

Vor fast neun Jahren habe ich zum ersten Mal einen  kleinen Arkel für die „Kirchenmaus“ geschrieben. Dass ich irgendwie wieder nach Hause komme, das war das Thema. War ich doch im  Breklumer  Predigerseminar  ausgebildet  und  hae  auch später hier gearbeitet. Dann im Januar 2009 als theologischer Leiter: Eine neue Aufgabe, aber am sehr vertrauten Ort. Wenn ich nun wieder einen Gruß an die Breklumer Gemeinde schreibe, neigt sich meine Zeit im heimatlichen Breklum dem Ende zu. Zum März werde ich das Chrisan Jensen Kolleg ver-lassen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe in der  St.Marien-Kirche in Husum. Sehr sogar. Aber an den Abschied mag ich noch gar nicht denken... Das Kolleg ist mir sehr ans Herz ge-wachsen. Was für ein guter Ort!  Abschiede sind aber nicht nur traurig. Sie öffnen die Türen in Neues. Oder umgekehrt: Wer Neues will, muss sich immer mal wieder verabschieden, von Vertrautem, von Gewohntem. Und weil der Geist Goes uns immer wieder nach vorne stupst, uns neue Wege öffnet, neue Sichtweisen  zumutet  und  uns  in  neue  Herausforderungen  stellt,  deshalb  ist  der  Abschied nicht nur schmerzlich, sondern schmeckt manchmal sogar verheißungsvoll. Auf jeden Fall ist er völlig normal. Vertrautes loslassen zu können, das ist ein Lebensthema, eine Übung, die wir durch das ganze Leben hindurch immer wieder trainieren müssen. Nur wenn wir darin Virtuosen werden, kön-nen wir dem Neuen, das da in die Welt kommt, wirklich den Weg bereiten. Darum geht es im Advent. „Bereitet dem Herrn den Weg“. Wenn Go in die Welt kommt, dann bricht etwas Unerhörtes an. Selbst wenn wir dazu „Alle Jahre wieder“ singen und das Weihnachtlichste an Weihnachten ist, dass sich die guten Dinge stets wiederholen: Wir feiern mehr oder weniger tradionell, dass Go seine neue BotschaS unter uns zum Leben bringt. Die Krippe muss dazu leer sein, in die das Christus-Kind gelegt wird. Das Neue braucht Platz. Wir üben den Abschied vom Vertrauten, das Loslassen der unveränderlichen Gewohnheit.  Vielleicht üben wir mit dem vielen kleinen und größeren Loslassen, dass uns am Ende das gro-ße Loslassen gelassen gelingt. Damit dann ein helles Neues beginnen kann. Zunächst aber möchte ich noch gute Wochen und Monate in Breklum erleben. Vielleicht se-hen wir uns ja bei der einen oder anderen Gelegenheit? Ich würde mich freuen! In den grauen November-Tagen grüße ich Sie und Euch, in froher Erwartung, dass im Advent Licht in die Welt leuchtet. Seien wir gemeinsam bereit, das Neue herzlich zu begrüßen! 

Herzliche Grüße! 

Ihr Friedemann Magaard 

Theologischer Leiter im CJK