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Wir feiern das
Leben!

In der DRK Pflege-Wohnanlage Sprackelbarg in Struckum hängt ein wunderschönes Kreuz an der Wand. Wenn wir dort einmal im Monat zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern, sitzen wir im Halbkreis mit Blick auf dieses Kreuz. Es wurde von Bewohnern der Einrichtung gestaltet und erfreut mich bei jedem Besuch. Weil es farbenfroh ist und pure Lebensfreude ausstrahlt!

Das ist nicht bei jedem Kreuz so. Oft machen Kreuze uns doch nach-denklich und manchmal auch traurig. Wir denken an den Leidensweg Jesu und an persönliche Erfahrungen von Leid. Manchen führt ein Kreuz in Gedanken zurück an liebe Angehörige auf dem Friedhof. Uns wird bewusst: Das Leben ist endlich. Dabei ist das Kreuz das größte Hoffnungszeichen, das wir kennen! Denn es weist über dieses Leben hinaus auf unsere Vollendung in Gottes Reich. Es ist das christliche Symbol schlechthin und steht für Hoffnung, Leben und Ewigkeit. Es ist Ausdruck von Protest gegen Tristesse, Trauer und Tod!

Im 103. Psalm heißt es: „Der HERR weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.“ (Ps 103, 14) Dieser Satz gilt. Aber wie deprimierend wäre es doch, wenn am Ende des Lebens nur der Staub bliebe. Wie gut, dass es anders kommt. Denn im Johannesevangelium lesen wir, was Christus spricht: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ (Joh 14, 19) Es geht also weiter! Weil Jesus am Kreuz den Tod bezwungen und das ewige Leben erworben hat. Für sich selbst und für alle Menschen, die diesem Ereignis vertrauen.

Das Kreuz öffnet uns somit den Weg zum Leben. Das will Ostern gefeiert werden – fröhlich, beschwingt, selig. Ein solches, von Hoffnung erfülltes Osterfest wünsche ich uns allen.

 

Herzlichst

Ihr Simon Frömming