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Liebe Gemeinde!

Wir erleben in diesen Tagen eine ganz intensive Passionszeit. Wir verzichten nicht nur auf ein oder zwei uns liebgewordene Alltäglichkeiten, wie Fleisch, Süßigkeiten oder Kaffee, sondern wir verzichten auf alles, was nicht wirklich notwendig ist. Das ist für viele unter uns eine ganz neue Situation. Ich musste in meinem Leben kaum auf irgendetwas verzichten und ich bin dafür sehr dankbar! Nun merke ich, dass diese Dankbarkeit auch tatsächlich angebracht ist. Wie selbstverständlich ich doch immer Freizeitangebote wahrgenommen habe, in den Urlaub gefahren bin, in Restaurants gegessen und mich mit Freunden und der Familie getroffen habe. Und wie selbstverständlich ich mich doch am Gemeindeleben gefreut habe, an Gruppen und Kreisen, an der Begleitung von Menschen an Wendepunkten des Lebens, an Begegnung, Gesprächen und an Gottesdiensten. Das alles ist mir gerade nur sehr eingeschränkt möglich. Das macht mich sehr traurig. Aber ich sehe auch die Notwendigkeit, das Allgemeinwohl. Ich halte es für richtig, wie unsere Bundesregierung entschieden hat und ich wünsche mir, dass wir alle in den nächsten Wochen verantwortungsvoll leben und so die Ausbreitung des Corona-Virus verringern. Darum fallen bis auf Weiteres alle Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde aus, bei denen sonst direkter Kontakt zwischen Menschen entzünde.

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Als Christen müssen wir uns in dieser Zeit nicht fürchten und brauchen den Mut nicht zu verlieren. Wir vertrauen auf Gottes Kraft und seine Hilfe. Als die Frauen nach dem Tod von Jesus zum Grab gehen, um seinen Körper zu salben, erscheint ihnen ein Engel und spricht: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ (Matthäus 27, 5+6)

Das ist ein Ruf ins Leben hinein. Dieser Ruf gilt auch uns, gerade in der aktuellen Situation. Unser Glaube ist nicht an Kirchgebäude gebunden, er strahlt hinaus ins Leben, er macht Mut und Hoffnung, er gibt Kraft und Liebe. Lasst uns das als Christen hier vor Ort miteinander leben! Jeder kann so viel tun: Ein freundlicher Blick. Ein hoffnungsvolles Wort. Ein erledigter Einkauf für den Nächsten. Ein Blick in eine wieder geordnete Zukunft. Und: Ein Gebet für die Kranken und die Sterbenden, für ihre Angehörigen und für alle, die den Gefahren des Virus besonders ausgesetzt sind.

Wir als Kirchengemeinde Breklum sind auch in diesen merkwürdigen Zeiten für Sie da. Leider nicht auf den uns so vertrauten und liebgewonnen Wegen. Dafür aber auf andere Art und Weise. In dieser Sonderausgabe der Kirchenmaus werden Sie erfahren, was wir für Sie tun und wie Sie uns erreichen. In allem vertrauen wir auf die frohe Osterbotschaft, die in dem Kirchentagslied „Kommt, atmet auf“ schön zum Ausdruck kommt:

 

Kommt atmet auf, ihr sollt leben.

Ihr müsst nicht mehr verzweifeln,

nicht länger mutlos sein.

Gott hat uns seinen Sohn gegeben.

Mit ihm kehrt neues Leben bei uns ein.

                               Text von Peter Strauch

Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute, für Sie und Ihre Lieben, für Ihre Gesundheit. Und: Gesegnete Ostern – bleiben Sie behütet!

Herzlichst